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Foot Pong


Projektstatus: erste Präsentation am 06.04.2007
Projekt ist offen und in Entwicklung
Realisationszeit: 3 Wochen in der Freizeit
Auftraggeber: Eigenproduktion
Team: Elektromeier (Konzept, Software, Hardware)
WJ (Konzept, Graphics, Hardware)
Kafi D (Sounds & Music)



Konzept


Die Idee für dieses Projekts entstand ursprünglich anlässlich der Comic-Heft-Vernissage vom Verein Sequenz (www.sequenz.net). Wir wollten eine interaktive Installation machen, die sofort jeder versteht und einen Unterhaltungswert hat. Deswegen und wegen der kanppen Deadline von nur drei Wochen (neben unserem Tagesjob) entschieden wir uns für eine Umsetzung von Pong dem Ur-Arcade-Klassiker.

Unser Pong sollte mit den Füssen gespielt werden können. Wir entschieden uns mit etlichen Konventionen des Original-Pongs zu brechen, um das Spiel dynamischer zu machen und dem interaktiven, physischen Charakter einer solchen Installation gerecht zu werden. Entstanden ist so mehr eine neue virtuelle sportliche Disziplin als eine orginalgetreue Umsetzung von Pong.

Durch eine Bodenprojektion wird das Spielgeschehen in den Raum verlagert. Anders als bei ähnlichen Umsetzungen, welche sich an das Ur-Pong halten, steuert jeder Fuss einen eigenen Schläger, der nicht nur auf einer Linie, sondern auch nach vorne und hinten sowie gedreht werden kann. Dadurch kann man sich frei auf dem ganzen Spielfeld bewegen, das Spiel gewinnt an Dynamik. Zusätzlich können dadurch auch mehr wie zwei Spieler gegeneinander antreten (z.B. im Doppel).


Technische Realisation


Um bei der geringen Raumhöhe den gesamten Boden mit der Projektion abdecken zu können haben wir das Spielfeld auf zwei Videobeamer aufgeteilt. Der positive Nebeneffekt dabei: Das Spielgeschehen wird durch den steilen Projektionswinkel nicht durch den Schatten des Spielers verdeckt. Um den extremen Trapezeffekt auszugleichen haben wir eine softwareseitige Keystonekorrektur realisiert.

Für das Erfassen der Position der Füsse ist eine Infrarotkamera an der Decke installiert. Ein Contourtracker liefert dabei die X, Y und Rotationswerte jeder gefundenen Kontur. Damit nur die Füsse erfasst wurden, mussten die Spieler weisse Arbeitskittel und schwarze Schuhüberstülper anziehen. Nebenbei gab dies dem Spiel das Flair einer virtuellen Sportart (und damit eine gewisse Ernsthaftigkeit) für die man sich entsprechend ausrüsten und bekleiden musste. In zukünftigen FootpongInstallationen planen wir jedoch die schwarzen Ueberstülper mit Infrarotmarkern zu ersetzten um ein einfacheres und stabileres Tracking zu gewährleisten.

Das Verhalten des Balles und die Kollissionabfrage wurde mit der Open Dynamics Engine gelöst. Dies hatte erstens den Vorteil, das wir in der kurzen Realistionszeit kein eigenes Verhalten patchen mussten. Zweitens passt das physikalisch korrekte Verhalten gut zum Konzept des Spiels keine eins zu eins Umsetzung von Pong zu sein sondern eher eine sportliche Disziplin.



Medienberichte